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HSCT bei Multipler Sklerose – Einblicke in das Behandlungsprogramm von Dr. Ruiz (Mexiko)

09.06.2026
Das folgende Interview fasst die wichtigsten Aussagen zu HSCT Mexiko von Dr. Ruiz, einem der erfahrensten HSCT‑Spezialisten weltweit, zusammen. Sein Zentrum in Mexiko hat inzwischen eine der größten Patientengruppen mit autologer hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSCT) bei Multipler Sklerose behandelt. Die Inhalte basieren auf einem ausführlichen Gespräch über Ergebnisse, Methodik, Sicherheit und zukünftige Entwicklungen.

 

HSCT Mexiko: Behandlungsergebnisse und Erfolgsraten

Dr. Ruiz berichtet, dass in seinem Zentrum bislang 1.969 MS‑Patienten eine HSCT erhalten haben. Die Auswertung zeigt:
  • 30 % stabilisieren ihre Erkrankung dauerhaft
  • 40 % zeigen eine neurologische Verbesserung
  • 20 % sprechen nicht ausreichend an
Die besten Resultate treten typischerweise 12–18 Monate nach der Transplantation auf. Die Sterblichkeit liegt laut seinen Angaben bei vier Fällen in der gesamten Kohorte – ein im internationalen Vergleich sehr niedriger Wert.
Puebla in Mexiko mit dem Vulkan Popocatépetl im Hintergrund

Was die „mexikanische Methode“ besonders macht

Dr. Ruiz beschreibt zwei zentrale Merkmale seines Protokolls:

Cyclophosphamid in zwei Behandlungsblöcken

Die Konditionierung erfolgt mit insgesamt 200 mg/kg Cyclophosphamid, verteilt auf zwei Blöcke.
Diese Aufteilung soll laut seinen Daten:

  • Komplikationen reduzieren
  • Nieren‑, Herz‑ und Blutbildtoxizität senken
  • die Behandlung verträglicher machen

Keine Kryokonservierung der Stammzellen

Die Stammzellen werden nicht eingefroren, sondern frisch reinfundiert.
Vorteile laut Dr. Ruiz:

  • geringere Nebenwirkungen
  • keine DMSO‑Toxizität
  • niedrigere Kosten
  • hohe Sicherheit im ambulanten Setting

Durch dieses Vorgehen können 97 % der Behandlungen ambulant durchgeführt werden; nur 3 % benötigen eine stationäre Aufnahme.

 

Vergleich mit internationalen HSCT‑Programmen

Im Gespräch verweist Dr. Ruiz auf Unterschiede zu anderen Ländern:

  • In Großbritannien treten häufiger Virus‑Reaktivierungen (z. B. CMV, BK‑Virus) auf.
  • Er führt dies auf den Einsatz von ATG zurück, das in Mexiko nicht verwendet wird.
  • Sein Protokoll soll laut seinen Angaben „gleich effektiv, aber weniger toxisch“ sein.

 

Wer ein guter Kandidat für HSCT ist

Dr. Ruiz vertritt eine klare Position:
HSCT sollte frühzeitig eingesetzt werden – idealerweise als Erstlinientherapie bei aktiver MS.

Patienten profitieren besonders, wenn:

  • sie jung sind
  • die Erkrankung aktiv ist
  • keine oder wenige Vortherapien erfolgt sind
  • keine schweren Begleiterkrankungen bestehen

Er betont, dass Patienten ohne vorherige DMTs in seiner Erfahrung bessere Ergebnisse erzielen.

 

Beispiele aus der Praxis

Im Interview werden mehrere Patienten erwähnt, die nach HSCT:

  • wieder Marathons laufen,
  • seit vielen Jahren ohne Medikamente stabil sind,
  • oder trotz vorheriger Ablehnung in anderen Ländern deutliche Verbesserungen zeigen.

 

Zukunft: MSC‑Therapie als Ergänzung

Dr. Ruiz plant, zusätzlich eine MSC‑Therapie (mesenchymale Stammzellen) anzubieten.
Wesentliche Punkte:

  • MSC sollen 6–12 Monate nach HSCT verabreicht werden
  • vermutlich intrathekal
  • Ziel: schnellere Regeneration und zusätzliche funktionelle Verbesserungen
  • Die Umsetzung hängt noch von regulatorischen Freigaben ab

 

HSCT und Gehirnvolumen

Laut Dr. Ruiz kann HSCT nicht nur die MS‑Aktivität stoppen, sondern auch die durch MS verursachte Gehirnatrophie verlangsamen oder stabilisieren.

Abschließende Botschaft von Dr. Ruiz

Er empfiehlt MS‑Patienten, so früh wie möglich über eine HSCT nachzudenken, da frühe Interventionen die besten Ergebnisse erzielen.

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André Decher

Geburts­datum

29. Dezember 1978

Wohnort

Schlitz bei Fulda, Hessen, Deutschland

Ausbildung und Beruf
Familie

Verheiratet (seit 2009), 2 Kinder (Tochter 2012, Sohn 2015)

MS-Diagnose

2007 erhalten

Therapie
Krankheitsverlauf

Kleinere Verbesserungen erlebt, aber (noch) keine großen Fortschritte.
Seit etwa zehn Jahren im Rollstuhl.

Mein Reiseblog

Herzlich willkommen auf meinem Blog! Hier möchte ich meine persönlichen Erfahrungen und Reiseberichte mit euch teilen, nachdem ich die HSCT-Behandlung durchlaufen habe. Ihr werdet Einblicke in meine persönlichen Erfahrungen vor, während und nach der Therapie erhalten.

Lena Meiering

Alter bei Trans­plantation

37 Jahre jung

Familien­stand

verheiratet, 2 Kinder (6 und 3 Jahre alt)

Diagnose

PPMS, Erstdiagnose April 2022, Gehdistanz zu dem Zeitpunkt: unbegrenzt

Therapie
Bezahlung

erfolgreiche Spendenaktion über GoFundMe, aktuell im Rechtsstreit mit der Krankenkasse

Mein Reiseblog

In diesem Blog nehme ich euch mit auf meine Reise durch das Leben mit PPMS. Ich werde meine persönlichen Erfahrungen, Gedanken und Emotionen während meiner Therapie und darüber hinaus mit euch teilen.

Michael Paulus

Alter bei Trans­plantation

46 Jahre

Familien­stand

Verheiratet, 2 Kinder (14 und 17 Jahre)

Hobbies vor MS

Laufen (3-5x / Woche, Hobby-Läufer, Marathon), Fahrrad, Fußball, Fitness-Studio, viel Bewegung als Ausgleich zum büro- und auto-lastigen Job

Erste Symptome

Irgendwann in 2016; Stolpern und Stürzen bei langen Waldläufen ab 25 km. Plötzlich waren kleine Steine, Wurzeln oder Unebenheiten ein Problem. Letztmalig habe ich 2021 versucht zu Laufen / Joggen und bin 2 km weit gekommen.

Diagnose

Juli 2022 (Diakonissen KH Mannheim). Gehdistanz zum Zeitpunkt der Diagnose: ca. 4 km

Therapie

Mein Reiseblog zur Therapie in Mexiko

In diesem Blog werde ich meine Erfahrungen, Gedanken und Emotionen während meiner Reise nach Mexiko und meiner aHSCT-Behandlung mit euch teilen. Ihr werdet Einblicke in den Alltag vor und nach der Transplantation erhalten, meine Höhen und Tiefen miterleben und hoffentlich Inspiration und Mut schöpfen, wenn ihr eure eigenen Herausforderungen bewältigt.

Vielen Dank, dass ihr mich auf dieser Reise begleitet. Lasst uns gemeinsam die Welt der aHSCT erkunden und die positiven Veränderungen feiern, die sie in meinem Leben und vielleicht auch in eurem Leben bewirken kann.